Fremdheit und Alterität im Grimmschen Hausmärchen "Der Jude - download pdf or read online

By Christina Bredamo

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, be aware: 2, Karl-Franzens-Universität Graz (Germanistik), Veranstaltung: Grundlagen der germanistischen Literaturwissenschaft , Sprache: Deutsch, summary: „Fremdheit“ und „Alterität“ sind gängige Begriffe in der Terminologie der Kulturwissenschaften, die in verschiedensten Modellen unterschiedlich definiert und thematisiert werden und ein weites Bedeutungsspektrum aufweisen. Die Vielfalt an kultur- und literaturwissenschaftlichen Ansätzen, welche sich mit Bildern des Fremden und Fremdverstehen in der deutschen Literatur beschäftigen, erschwert den Einstieg in die Thematik enorm. Diese geben jedoch ein umfangreiches Angebot, mit dem sich literaturwissenschaftliche Untersuchungen auf einer soliden foundation anstellen lassen.

Nach eingehender Thematisierung der terminologischen Problematik wird in dieser Arbeit eine Auswahl an theoretischen Konzepten aus den verschiedensten kultur- und literaturwissenschaftlichen Disziplinen in Zusammenhang mit der Fremdheitsthematik vorgestellt und erläutert. Im Besonderen wird auf das Fremdheitskonzept des Subjekts von Julia Kristeva verwiesen, das, ausgehend von der Psychoanalyse Freuds und Lacans, als eine cutting edge Perspektive für die Literaturwissenschaft zunutze gemacht werden kann.

Die einzelnen Theorien finden im anschließenden Analyseteil Anwendung im antisemitischen Märchen „Der Jude im Dorn“ der Brüder Grimm. Die Fremdheitsthematik wird hier am Beispiel des sozialen Phänomens Antisemitismus ausführlich untersucht und versucht, Zusammenhänge mit nationalen Grenzverstehen, ideologischen Denkmustern und psychologischen Erfahrensweisen herzustellen. In die examine werden Kristevas Erklärungen, die „Fremderleben als ein Teil des Selbst“ verstehen, für die nähere Betrachtung des Protagonisten sowie für die Schreibweisen der Brüder Grimm integriert.

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Download e-book for iPad: „...und Gott sprach zu Lenz“ oder Lenz´ religiöse Dekadenz by Matthias Andrzejewski

By Matthias Andrzejewski

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, notice: sehr intestine, Universität Konstanz (FB Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Einführung in das Studium der Neueren deutschen Literatur, 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Bei der Auseinandersetzung mit Georg Büchners „Lenz“, wird bei genauer Betrachtung ein gewisser theologischer Aspekt innerhalb der Geschichte sichtbar, welcher in diese eingeflochten ist. Er dokumentiert in z.T. dramatischer paintings und Weise die religiöse Entwicklung und den Wandel Lenz´ von einem sich mit dem christlichen Glauben befassenden , über einen fanatischen, sich mit der Figur des Jesus Christus gleichsetzenden Mann, zu einem selbsternannten Atheisten und sogar der Gleichstellung mit devil und der Verachtung der eigenen Existenz. Dadurch verschafft er der Erzählung einen Sichtpunkt, von dem guy eine analoge Perspektive zum geistigen bzw. emotionalen Wandel (bezogen auf den gesundheitlichen Zustand) erhält und zwar in einem religiösen Rahmen. Parallel zu seinem sich verschlechternden Geisteszustand, fällt er ab vom christlichen Glauben.
Es wird im folgenden der Verlauf dieses religiösen Wandels anhand markanter Textstellen dokumentiert und, soweit angemessen, mit biblischen Auszügen, auf dessen Inhalt sich diese beziehen mögen, verglichen. Dabei wird in einzelnen Fällen eine Beziehung zum gesamten Kontext (evtl. parallel zum Krankheitsverlauf) hergestellt.
Zusammenfassend wird der Versuch unternommen, eine mögliche Bedeutung für dieses Werk und den Autor zu formulieren. Es sollen an diese Stelle innerhalb eines Resümees weitere mögliche, diesen theologischen Blickwinkel betreffende, Thesen formuliert werden.

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Download PDF by Katharina Neuhaus: Vergleich der Darstellung des „Wunderbaren“ in Johann

By Katharina Neuhaus

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, be aware: 1,3, Freie Universität Berlin (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie), Veranstaltung: Diskurse des Wunderbaren, Sprache: Deutsch, summary: used to be beschreiben wir mit dem Begriff des Wunderbaren? Heute ist das Wort in vielen Zusammenhängen zu einer Floskel verkommen, die oft nur beiläufig hingeworfen, ja sogar ironisch verwendet wird, aber dennoch meist positiv konnotiert ist. Aber wie ver-hält sich das in Texten aus Mittelalter und Früher Neuzeit? Welcher Begriff des Wun-derbaren kommt hier zum Tragen? Wie werden wunderbare Ereignisse in der Literatur dargestellt? Ist der Begriff positiv oder negativ belegt – oder ist vielleicht sogar beides möglich?
Um diese Fragen beantworten zu können, untersuche ich die Darstellung des Wunderba-ren exemplarisch an zwei Texten: Gottfried von Straßburgs „Tristan“ (um 1210) und Johann Hartliebs „Alexanderroman“ (um 1450). Obwohl die Texte in Bezug auf Zeit und Ort nicht übereinstimmen –Cornwall und der Orient liegen zugegebenermaßen nicht direkt nebeneinander, und abgesehen davon entstand der Alexanderroman immerhin über two hundred Jahre nach dem „Tristan“- halte ich einen Vergleich für möglich, da die Thematik sich nicht unähnlich ist und in beiden Texten ein wahrlich außergewöhnlicher Held im Vordergrund steht. Ob es auch ein wunderbarer Held ist, ist ebenfalls eine der Untersuchungsfragen dieser Arbeit.
Im Hauptteil beschäftige ich mich zunächst kurz mit einer Definition des Wunderbaren, um vorab zu klären, welche Dimensionen dieser vielschichtige Begriff beinhaltet. Da-nach untersuche ich für beide Texte die Darstellung wunderbarer Orte und Wesen, reli-giöser Wunder und Alexanders und Tristans selbst. Im Schlussteil fasse ich meine Er-gebnisse zusammen und versuche, Antworten auf die eingangs gestellten Fragen zu ge-ben. Um allgemein gültige Aussagen über die Sichtweise auf das Wunderbare im Mitte-lalter und der frühen Neuzeit treffen zu können, müssten jedoch noch weitere Texte zum Vergleich herangezogen. So lassen sich darüber lediglich Vermutungen treffen. Eine genauere Untersuchung der Wunder-Thematik in verschiedenen Epochen könnte sich an diese Arbeit anschließen, die mir indes nicht den nötigen Rahmen dafür bietet.

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Read e-book online Zur Gewaltproblematik in Schillers "Jungfrau von Orleans": PDF

By Corinna Heins

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, observe: 1,0, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Deutsches Seminar), Veranstaltung: Dramaturgie und Inszenierung, Sprache: Deutsch, summary: Die Geschichte der Jeanne d’Arc ist wesentlich eine gewalttätige. Zwar hat die historische Jungfrau von Orleans nach eigener Aussage nie getötet, aber der Hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England bildet den Rahmen, der ihr Wirken überhaupt erst ermöglicht. Sie struggle eine Kriegsheldin, die ihren Truppen die Fahne vorantrug, und auch wenn sie selbst nicht zum Schwert griff, so ist sie doch mitverantwortlich für den Tod Tausender.
Friedrich Schiller hat in seiner „romantischen Tragödie“ „Die Jungfrau von Orleans“ sein eigenes Bild der Jeanne d’Arc entworfen. Wie geht er dabei mit den Themen Krieg und Gewalt um? Wird der Krieg überhaupt zu einem kontroversen Thema im Stück? Wird Gewalt auf der Bühne gezeigt und wenn ja, wie? Und welche Bedeutung kommt dabei dem Umstand zu, dass es sich bei der Heldin Johanna um eine Frau handelt?
Diese Fragen sollen in der vorliegenden Arbeit untersucht werden. Ein vollständiger Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur „Jungfrau von Orleans“ kann dabei auf Grund der angestrebten Kürze nicht geleistet werden. Verschiedene Interpretationen zum Stück werden nur insoweit herangezogen, als sie interessante Perspektiven auf die zur Diskussion stehenden Punkte eröffnen. Dazu werden insgesamt elf Werke der Sekundärliteratur ausgewertet, von inzwischen zum usual gewordenen Interpretationen aus den Fünfzigern und Sechzigern bis zu moderneren Ansätzen aus den zweitausender Jahren.

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Download e-book for kindle: Neue Medien im Fremdsprachenunterricht - Anspruch und by Dan Reppe

By Dan Reppe

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, observe: 2,3, Technische Universität Dresden, Sprache: Deutsch, summary: Die neue und komplexe Medienwelt in der wir leben, stellt Anforderungen die auf unsere bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse nicht rückführbar sind. Die neuen Technologien und Interaktionsmöglichkeiten durchdringen unser tägliches Leben und zwingen uns unweigerlich zu einer Auseinandersetzung mit der Materie. Wir leben im 21. Jahrhundert in einem teils virtuellen, audiovisuellen und durch elektronische Medien geprägten Zeitalter, welches gezeichnet ist durch eine rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie. Kinder wachsen daher heutzutage, entgegen ihrer Eltern früher, völlig selbstverständlich mit Computern auf. Für diese Kinder gehört der Einstieg in die Computerwelt zu einem natürlichen Lernprozess, da der laptop dabei, quick schon so selbstverständlich wie television, Radio oder Telefon, im Haushalt vorhanden ist und vielfältig genutzt wird. Auch wenn viele Betreuer, Lehrer, Erziehende und Eltern oftmals aus Skepsis, Befürchtungen oder Vorurteilen, die Nutzung der machine durch Kinder ablehnen, ist der Umgang mit den neuen elektronischen Medien ein erforderlicher Bestandteil der Eingliederung in die Gesellschaft. Dabei machen die Neuen Medien auch nicht Halt wenn es um die Beeinflussung des Fremdsprachenunterrichts geht. Die Etablierung der Neuen Medien in der Gesellschaft und der Multimedia-Boom der letzten Jahre reduzierte die Skepsis und kritische Haltung unter Medienpädagogen, Eltern und Lehrern und führte zu einer regelrechten Euphorie.

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Die Darstellung von Olimpia bei E.T.A. Hoffmann und Dino - download pdf or read online

By Jennifer Vogt

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, be aware: 2,3, Universität des Saarlandes, Sprache: Deutsch, summary: Comics haben sich mit den Jahren zu einem Medium entwickelt, welches ernst zu nehmen ist und sogar einen literarischen Anspruch hat. Scott McCloud bezeichnet Comics als „zu räumlichen Sequenzen angeordnete, bildliche oder andere Zeichen, die Informationen vermitteln und/oder eine ästhetische Wirkung beim Betrachter erzeugen.“ 1

In den letzten Jahrzehnten sind zahlreiche Comic-Adaptionen zu Klassikern der deutschsprachigen Literatur erschienen. Die Vorlage kann dabei auf verschiedene Weise interpretiert werden, indem sich der Comic-Künstler entweder trotz meist notwendiger Kürzungen an die Vorlage hält und diese inhaltlich übernimmt oder dem Leser zusätzlich neue Sichtweisen eröffnet. Eine weitere Möglichkeit ist eine freie Interpretation, bei der lediglich die Idee eines Werkes aufgegriffen wird. 2 Diese Arbeit konzentriert sich auf einen Vergleich des Werkes „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann mit der 1990 erschienenen gleichnamigen Comic-Adaption von Dino Battaglia. Der Vergleich beschränkt sich auf die Darstellung der Figur Olimpia sowie ihre Wahrnehmung durch Nathanael und die restlichen Personen, sodass am Ende eine Beurteilung darüber erfolgt, wie stark sich der Comic-Künstler Dino Battaglia bei der Darstellung und Wahrnehmung Olimpias an der Vorlage von E.T.A. Hoffmann orientierte und inwiefern gegebene Abweichungen neue Interpretationsansätze im comedian zulassen.

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Erich Fried und Experimentelle Lyrik (German Edition) - download pdf or read online

By Anja Meisner

Studienarbeit aus dem Jahr 1997 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Experimentelle Lyrik, Sprache: Deutsch, summary: Als im Januar 1974 im Hamburger Strafjustizgebäude Funk, movie, Fernsehen und Presse mit Blitzlichtgewitter auf den kommenden Prozess warteten, hätte guy annehmen können, es handele sich um einen Mord, Terrorismus oder Ähnliches. Aber es ging um Beleidigung. Angeklagter battle ein bekannter Schriftsteller, Sachverständiger struggle ein Nobelpreisträger für Literatur. Im Spiegel 7/1972 battle ein Leserbrief abgedruckt, in dem der Polizeibeamte, der den 24jährigen Georg von Rauch im Dezember 1971 in West-Berlin erschossen hatte, des „Vorbeugemordes“ beschuldigt wurde. Der damalige West-Berliner Polizeipräsident sah darin eine Beleidigung und stellte Strafantrag. Erich Fried struggle der Schreiber des Leserbriefes und mit ihm wurde die damals für die Leserbriefe verantwortliche Redakteurin angeklagt. Der Sachverständige conflict Heinrich Böll.
Der Leserbrief battle ein Nebenprodukt zu dem eigentlichen textual content „Schneibarkeit“ zum Tod von Georg von Rauch. Erich Fried hat den Polizeibeamten, der den 24jährigen erschossen hat, nicht beleidigen wollen. Wie der Schriftsteller selber sagte, galt das Wort „Vorbeugemord“ dem Kompetenzenwirrwarr in West-Berlin. Damals gab es eine „blindwütige Volksfahndung“, der Terrorismus warfare eine ständige Bedrohung.
Heinrich Böll, zum ersten Mal Sachverständiger vor Gericht, sieht einen Zusammenhang zwischen „Notwehr“ und „Vorbeugen“. Er plädiert aber „nicht für eine ungehemmte Verbalität, für Privilegien“ für die Schreibenden, wenn er auch daran erinnert, dass der Ausdruck eines Autors etwas anders ist, als jener der Legislative. Der Fall ist ein Beispiel dafür, welche Verwirrungen Sprache anrichten kann.
Um die „neue“ Sprache, um experimentelle Literatur und um Erich Fried soll es in meinem Aufsatz gehen. An zwei Beispielen möchte ich Ausprägungsformen der experimentellen Literatur bei Fried und seine „friedschen“ Besonderheiten zeigen.
Eine an den Anfang gestellte Definition des Begriffs "Experimentelle Lyrik“ darf natürlich nicht fehlen.

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Download e-book for iPad: Untersuchungen zur Aussprache gebräuchlicher Fremdwörter in by Cornelia Dubielzig

By Cornelia Dubielzig

Die vorliegende Untersuchung hat die phonetischen Eindeutschungsprozesse gebräuchlicher fremder Wörter und Namen zum Gegenstand. Im Mittelpunkt stehen die unbetonten Vokalphoneme in offenen Silben, die in den Aussprachewörterbüchern bislang überwiegend kurz und gespannt transkribiert wurden. Es ist jedoch anzunehmen, dass sich die für das Deutsche typischen Reduktions- und Assimilationserscheinungen in unbetonten Ausspruchseinheiten unter anderem infolge der Verwendungshäufigkeit derartiger fremder Wörter und Namen auf Qualität und Quantität ihrer Vokalartikulation auswirken.

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Download PDF by Yasmin Tosun: Die Darstellung der Frau in der romantischen Lyrik: Analyse

By Yasmin Tosun

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, word: 2,7, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Romantische Lyrik, Sprache: Deutsch, summary: Geschlechterdifferenz ist ein Thema, welches sowohl die Menschen, als auch die Literatur seit eh und je beschäftigt. Die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Rollen ist am besten in der Literatur nachvollziehbar, da sie dort gezielt eingesetzt wird, entweder um den derzeitigen Zustand jemandem näher zu bringen, oder in sozialkritischer Funktion, um dadurch Aufmerksamkeit zu erregen und, im Idealfall, was once bewirken zu können. In beiden Fällen geht guy davon aus, dass die scenario der damaligen Zeit wirklichkeitsgetreu geschildert und uns somit nahe gebracht wird. Deshalb sind literarische Werke ein exzellentes Medium, um Zugang zu Gesellschaft und Verhalten in einer bestimmten Zeit zu haben. Besonders zu einer Zeit, in der Medien wie Fernsehen, net und Radio nicht herrschten, sind schriftliche Werke der einzige Schlüssel zur Vergangenheit.
In dieser Hausarbeit wird näher auf die Geschlechterrollen, insbesondere die Rolle und das Bild der Frau in der Romantik und explizit in der romantischen Lyrik eingegangen.
Doch um verstehen zu können, was once sich in der Zeit der Romantik verändert hat, ist es wichtig, einen Blick auf die Zeit davor zu werfen, da hier große Veränderungen sichtbar sind.

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Download PDF by Susanne Krebs: Allerleirauh - Ein Märchen in unterschiedlichen Fassungen

By Susanne Krebs

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Gattungen, observe: 2,0, Universität Koblenz-Landau (Germanistik), Veranstaltung: Volksmärchen, Kunstmärchen und fantastische Literatur im Deutschunterricht, Sprache: Deutsch, summary: Märchen sind etwas, das von vergangenen Zeiten erzählt und nicht mehr zeitgemäß ist. Märchen sind nichts für Kinder, weil sie zu brutal und grausam sind. So oder ähnlich argumentieren viele. Doch woher kommen solche Pauschalurteile? Offensichtlich ist vielen nicht bewusst, was once Märchen eigentlich sind und welchem Zweck sie dienen. Märchen sind Lehrstücke, und enthalten wertvolles Wissen über Sachverhalte, die uns alle betreffen können. Dass das nicht nur angenehme Erfahrungen sind, sondern oftmals erschütternde, liegt auf der Hand. guy soll etwas lernen von Märchen, aus dem Menschheitswissen, das hier angesammelt wurde.
Märchen sind nicht unumstritten, sie polarisieren stark. Und sie prägen auch. Fragt guy im Familien- und Freundeskreis nach, so gibt es sowohl Lieblingsmärchen als auch ungeliebte Märchen, wobei die Gründe für Präferenz bzw. Ablehnung unterschiedlich sind. Die Lieblingsmärchen sind meist die, die quasi jedermann nennen kann, wenn guy nach Märchen fragt. Diese Märchen von Grimm, Andersen, Hauff oder Bechstein findet guy dann auch in diversen Auswahlsammlungen, durch die sie von new release zu iteration weiter getragen werden. Doch used to be ist mit Märchen, die nicht in solchen „Best of – Zusammenstellungen“ auftauchen? Geraten sie in Vergessenheit? Wer besitzt schon Gesamtausgaben und liest dann auch noch regelmäßig Märchen? Denn eins ist klar: Die ursprünglich mündliche Überlieferung ist längst goé und „unser Märchenerlebnis beruht quick ausschließlich auf schriftlicher Überlieferung“.

„Das Märchen ist ursprünglich von Erwachsenen für Erwachsene erzählt worden.“ Erst mit der Zeit wurde es vornehmlich Kindern erzählt. Der Wandel des Publikums, wie auch der Wandel von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit könnten Auslöser dafür gewesen sein, die Ursprungsmärchen zu verändern, sie quasi dem Zielpublikum anzupassen. „Die besondere Wirksamkeit der Märchenbilder und Handlungskonstellationen auf Kinder“ ist gewiss unbestreitbar, und der lehrreiche Effekt, den Märchen erzielen sollen, seit dem 18. Jahrhundert mit seinem aufstrebenden Bildungsbürgertum mehr als intendiert. Nicht umsonst nannten die Gebrüder Grimm ihre Märchensammlung Kinder- und Hausmärchen.

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